Travel

April 13, 2017

Singapur in Pastelltönen

Dieser Fotograf zeigt uns die Seele seiner Stadt

  • Von Tin Dabbay

Singapur wird oft als sicher, teuer und leistungsstark beschrieben, und die Bewohner der Stadt werden auch die Schweizer des Südostens genannt. Sie funktionieren so präzise wie ein Uhrwerk – so sehr, dass der Reiseschriftsteller Pico Iyer sich an die Hauptstadt als eine Art „McCity” erinnert.

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Der Fotograf Nguan versucht, dieses Bild seiner Stadt durch Aufnahmen der wunderschönen, pastellfarbenen Stille seiner Heimat zu verändern. „Es stimmt, der Großteil des Lebens in der Stadt spielt sich im ‚Fast Food‘-Tempo ab. Bis vor Kurzem gab es an unserem Flughafen sogar eine Regel, die besagte, dass das erste Gepäckstück aus jedem ankommenden Flugzeug 12 Minuten nach der Landung auf dem Gepäckband sein muss. Es gibt in Singapur tatsächlich viele strikte, künstliche Regeln, aber ich hoffe, mit meinen Fotos ein anderes Gesicht des Landes zeigen zu können. Ich möchte es auf ehrliche und gleichzeitig geheimnisvolle Weise, auf verträumte und doch echte Art darstellen.”   

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Einige Elemente in seinen Arbeiten tauchen immer wieder auf: zerbrechlich wirkende Wendeltreppen (die oft an der Hinterseite von alten Ladenhäusern zu sehen sind), unerschütterliche pinke Bougainvilleas, die die Straßenecken schmücken, hoch gestapelte Plastikstühle, die auf ihren nächsten Einsatz auf einer Hochzeit oder Beerdigung warten und die hohen Blocks aus Sozialwohnungen im Landesinneren.

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Credits:

Text: Tin Dabbay

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